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Libyens Rebellen: Anerkennung gut, eine Milliarde besser

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Libyens Rebellen: Anerkennung gut, eine Milliarde besser

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Die internationale Libyen-Kontaktgruppe hat einen sofortigen Waffenstillstand und eine politische Lösung für das nordafrikanische Land verlangt und in einem Schlusskommunique eines Treffens in Doha im Golfstaat Katar den oppositionellen Nationalen Übergangsrat als Vertreter anerkannt.

Anfang Mai wollen die Delegierten von mehr als 20 Ländern und internationalen Organisationen in Italien weitersehen.

Scheich Hamad Al-Thani, Ministerpräsident und Außenminister von Katar:

“Die Teilnehmer bestehen darauf, dass Muammar al-Gaddafi die Macht abgibt, um einen politischen Prozess zu ermöglichen, an dessen Ende das libysche Volk über sein eigenes Schicksal entscheidet.”

Mithilfe eines noch zu schaffenden Finanzmechanismus sollten eingefrorene Gelder und Öleinnahmen dem libyschen Volk zugute kommen.

Die Aufständischen hatten einen aktuellen Finanzbedarf von einer Milliarde Euro angemeldet.

Maha Barada, euronews:

“Die Rebellen plädieren an die Kontaktgruppe, der notleidenden Zivilbevölkerung im Osten Libyens zügig zu helfen. Sie wünschten sich humanitäre Hilfe im Austausch für Öllieferungen.”

Die versammelten Außenminister erwägen einen Hilfs-Fonds zur Unterstützung der Gaddafi-Gegner. Italiens Außenminister Franco Frattini vertrat die Ansicht, zur Hilfe gehörten notfalls auch Waffen zur Selbstverteidigung.