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Pentagon verteidigt sich gegen Rebellen-Kritik

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Pentagon verteidigt sich gegen Rebellen-Kritik

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US-Bomber haben Einsätze in Libyen geflogen – auch nachdem das Kommando über die Aktivitäten der Koalition Anfang des Monats an die NATO überging. Man habe Luftabwehrstellungen bombardiert, so das US-Verteidigungsministerium.

Die Rebellen in Libyen hatten über mangelnde Effektivität des Nato-Einsatzes geklagt und ein stärkeres Engagement der USA verlangt.

In Libyen ist die Hafenstadt Brega umkämpft, die ostlibysche Stadt Ajdabiya, zu Zeit in Händen der Rebellen, wechselte mehrfach den Besitzer.

Militärisch wird ein Patt befürchtet.

Bisher sind auf Seiten der Rebellen nach deren Schätzung 10.000 Menschen gestorben, 20.000 würden vermisst und 30.000 seien verletzt worden.

Misrata wird seit Wochen von Gaddafi-treuen Truppen belagert und sieht aus wie ein Trümmerhaufen.

Die Aufständischen wollen die Reste der Stadt auf keinen Fall aufgeben:

“Wir haben die Strasse nach Tripolis blockiert. Hier soll keiner mehr durchkommen.”

“Gestern tauchten sie auf und wollten die Barrikaden wegschaffen. Aber wir haben ihre Panzer mit Raketen zerstört, mehrere Menschen starben.”

Fast eine halbe Million Menschen haben das Land seit Beginn der Krise verlassen, schätzt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Etwa 330 000 Menschen seien innerhalb Libyens auf der Flucht.

Die NATO bereitet sich derweil auf den Einsatz von Bodentruppen vor. Bodentruppen könnten notwendig werden, um humanitäre Hilfslieferungen in Libyen militärisch abzusichern, sagte der Chef des Stabes im militärischen NATO-Hauptquartier, General Manfred Lange.