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Demonstranten fordern: BP-Vorstand ins Gefängnis

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Demonstranten fordern: BP-Vorstand ins Gefängnis

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Begleitet von massiven Protesten haben sich in London die Aktionäre des Ölriesen BP zu ihrer Jahreshauptversammlung getroffen. Mehrere Dutzend Demonstranten kritisierten BP und seinen Aufsichtsrat für die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko im vergangenen Jahr.

Einzelne Teilnehmer beschmierten sich aus Protest mit Öl und versuchten, ins Kongresszentrum der Londoner Docklands einzudringen. Die wurde von der Polizei verhindert. Der einzige Weg, den Vorstand davon abzuhalten eine ähnliche Katastrophe zu wiederholen, sei, ihn ins Gefängnis zu bringen, so eine Aktivistin.

Nach der Katastrophe im Golf von Mexiko richtet sich die Wut der Demonstranten gegen zwei neue Bohrvorhaben in Kanada und Russland. Beide gelten als schwierig und sind daher umstritten.

Gegner befürchten ein erneutes Desaster.

Unter Beschuss ist das BP-Projekt im russischen Nordpolarmeer auch vom Oligarchen-Konsortium AAR. Die Oligarchen arbeiten mit den Briten im Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP zusammen, doch BP hat sich für das neue Projekt den Staatskonzern Rosneft ausgesucht. Das werten die Oligarchen als Vertragsbruch – sie erwirkten eine einstweilieg Verfügung. Endgültig klären soll den Streit ein Schlichtungsverfahren.