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Europarat fordert Ende der Todesstrafe für ganz Europa

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Europarat fordert Ende der Todesstrafe für ganz Europa

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Das ist das Ziel einer Resolution, die der Europarat diesen Donnerstag angenommen hat. Darin appelliert er an Weißrussland, niemanden mehr zu exekutieren. Das einzige europäische Land, das noch die Todesstrafe verhängt, es will bald Mitglied im Europarat werden.

Auch Japan und die USA, die Beobachterstatus haben, werden dazu aufgefordert. Gleichzeitig wurden eine Datenbank und Internetseite ins Leben gerufen, Sandra Babcock von der Northwestern University School of law hat die Fakten zusammengetragen. Sie sagte, “wir haben die Lage in 90 Ländern und zwei “Territorien” – also in den Palästinensergebieten und Taiwan – untersucht. Dort ist die Todesstrafe weiter in den Gesetzen verankert. Einige der Staaten wenden die Todesstrafe an, andere haben sie nur im Gesetz stehen, führen aber keine Exekutionen aus.”

Die Fakten: China exekutierte 2010 mehr Menschen als die restlichen Staaten zusammen. Insgesamt führten 23 Länder die Todesstrafe aus – mit Enthauptungen, Elektroschocks oder durch Erhängen. Praktiken, die der Europarat verurteilt. Wer Mitglied werden will, muss zuerst die Todesstrafe abschaffen. Eine Bedingung, die Renate Wohlwend von der Europäischen Volkspartei gutheißt. Sie erklärte, “es war Bedingung, um Mitglied im Europarat zu werden, nach dem Ende des Eisernen Vorhangs. Meiner Meinung nach das beste, was der Europarat tun konnte, indem er das als Vorbedingung für eine Mitgliedschaft machte.”