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Facebook nicht zu bremsen

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Facebook nicht zu bremsen

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Der durchschnittliche Facebook-User verbringt 48 Minuten pro Tag im Netz und hat 130 Freunde. Insgesamt ergibt das rund 500 Millionen aktive Facebook-Nutzer weltweit. Trotz Kritik und immer wieder auftauchender Fragen zum Schutz von Daten und Privatsphäre, scheint das Phänomen nicht zu bremsen. Über den aktuellen Stand sprach euronews in Cannes mit Christian Hernandez Gallardo, verantwortlich für die internationale Geschäftsentwicklung.

Claudio Rocco, euronews:

“Nahezu alle wichtigen politischen, religiösen und kommerziellen Instanzen sind auf Facebook präsent. Hätten Sie mit einer derartigen Explosion gerechnet?”

Christian Hernandez Gallardo:

“Facebook wurde aufgebaut als eine Plattform, auf der Freunde sich vernetzen und austauschen können über das, was wirklich zählt. Potenziell geht das mit 500 Millionen Nutzern. Marken, Stars, TV-Sendungen, Fußball, all das sind wichtige Lieblingsthemen. Ich nenne es das Netzwerk der 500 Millionen verschiedenen Vorlieben. Mein Facebook ist ein anderes, als Ihres.”

euronews:

“Während der jüngsten Revolution in Ägypten nutzten viele Menchen Facebook und Twitter als Kommunikationsmittel. Wie beurteilen Sie die Geschehnisse?”

Christian Hernandez Gallardo:

“Facebook ist, wie bereits erwähnt, ein Ort, an dem Menschen ihre bevorzugten Themen zum Ausdruck und sich darüber austauschen können, sei es die politische Couleur, eine Fernsehsendung oder der Lieblingsstar. Die Menschen bringen zum Ausdruck, was ihnen wichtig ist, das kann Barack Obama sein, während seines Präsidentschaftswahlkampfs, das kann eine politische Überzeugung sein, die Zugehörigkeit zu einer Partei, in Ägypten und sonstwo auf der Welt.”

euronews:

“Facebook wurde 2004 als Netzwerk für Studenten gegründet vom damals 20-jährigen Mark Zuckerberg. Hat sich der Geist des Urspungsprojekts verändert?”

Christian Hernandez Gallardo:

“Nein, Facebook basierte von Anfang auf der Tatsache, dass es eine echte Identität gibt. Man konnte sich nur einschreiben, wenn man eine tatsächlich existierende Mailadresse hatte. Genauso ist das bis heute. Man muss existieren, eine gültige Adresse haben und sich mit real existierenden Freunden vernetzen. Wir arbeiten aktiv daran, dass die 500 Millionen Facebook-Profile einer echten Person entsprechen.”