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Granatenhagel auf Misrata

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Granatenhagel auf Misrata

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Ein Granatenhagel ist in der belagerten libyschen Stadt Misrata auf ein Wohngebiet am Hafen niedergegangen. Man habe mitdestens 80 Einschläge in 90 Minuten gezàhlt, hieß es von Seiten der Aufständischen in der Stadt. Dabei seien mindstens zwei Dutzend Menschen gestorben, Zivilisten.

Misrata war einst ein blühendes Handels- und Wirtschaftszentrum mit einer halben Million Einwohner und 300 Jahren Geschichte, bekannt für Gelehrte, Literaten und Künstler – vorbei. Heute sind viele Häuser zerbombt oder verbrannt,

die Versorgungslage wird als dramatisch beschrieben, es fehlt vor allem an Medikamenten und Wasser.

Im Konflikt werden auch die spärlichen Informationen eingesetzt:

Washington habe «verstörende» Berichte erhalten, ließ US-Außenministerin Hilary Clinton wissen –

Zivilisten auf der Suche nach medizinischer Hilfe würden von Scharfschützen beschossen.

Angeblich hätten Soldaten des Machthabers Muammar al-Gaddafi auch ein wichtiges Lebensmittellager zerstört.

Schiffe, die ohne Genehmigung libyscher Behörden in Misrata anlegten, “begeben sich in Gefahr”, so die Gaddafi-Seite.

Mehrere Staaten der Allianz zum Schutz libyscher Zivilisten hatten in den vergangenen Wochen Schiffe nach Misrata geschickt, die dort vor allem Verletzte abholten.