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Japan: Experten befürchten starkes Nachbeben

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Japan: Experten befürchten starkes Nachbeben

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In Japan geht der Kampf gegen den Super-GAU weiter. Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima pumpen Wasser in die havarierten Reaktoren. Die japanische Atombehörde befürchtet allerdings, dass dies nicht ausreicht. Es sei schwierig, das verseuchte Wasser abzuleiten, hieß es, und: man müsse sich eine andere Strategie überlegen.

Unterdessen erschüttern immer wieder Nachbeben die Unglücksregion. Am Morgen wurde ein Beben der Stärke 6 verzeichnet. Experten befürchten, dass das Schlimmste noch bevorsteht. “Im März gab es ein heftiges Nachbeben der Stärke 7,7 an der Küste der Präfektur Ibaraki”, meinte Keiji Doi, Leiter des Erdbeben-Warnzentrums. “Es war bislang das stärkste Nachbeben. Aber wir können nicht sagen, dass es das stärkste Nachbeben in der ganzen Serie der Erschütterungen ist. Ich glaube, dass ein Nachbeben der Stärke 8 durchaus möglich ist und darauf müssen wir uns vorbereiten.”

Die Menschen im Krisengebiet versuchen trotzdem, so gut wie möglich zu einer Art Normalität zurückzukehren. Auf einem Fischmarkt in der Stadt Shiogama wurden rund 800 Thunfische entladen und zum Verkauf angeboten. Der Markt war vom Tsunami hart getroffen worden, noch sind die Schäden überall sichtbar. Die Fischer jedoch sind froh, dass sie nach einem Monat der erzwungenen Ruhe ihre Arbeit wieder aufnehmen können.