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NATO-Minister wollen Libyen-Einsatz nicht ausweiten

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NATO-Minister wollen Libyen-Einsatz nicht ausweiten

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Die NATO demonstriert Einigkeit. Beim Treffen des Militärbündnisses in Berlin forderten die Außenminister der 28 NATO-Staaten den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi auf, die Soldaten in die Kasernen zurückzurufen, damit ein Waffenstillstand zwischen Regierung und Aufständischen möglich werde. Forderungen nach einer Ausweitung des Militäreinsatzes erteilte NATO-Chef Anders Fogh Rasmussen eine Absage. “Um Opfer unter Zivilisten zu vermeiden brauchen wir eine sehr gute Ausrüstung”, sagte Rasmussen, “wir brauchen mehr

Präzisions-Kampfjets für Bodenangriffe aus der Luft. Auf alle Fälle werden wir den Druck aufrechterhalten und das werden wir tun, so lange es nötig ist.”

Libyen stand auch im Zentrum eines Treffens der Arabischen Liga in Kairo, an dem auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon teilnahmen. Bei der Konferenz wurde versucht, eine politische Lösung für den Konflikt zu finden und die Bemühungen der internationalen Organisationen aufeinander abzustimmen. Proteste blieben hier allerdings nicht aus: Unterstützer und Gegner des Gaddafi-Regimes versammelten sich vor dem Konferenzgebäude zu Demonstrationen und bewarfen einander mit Steinen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen brachten den Verkehr in der näheren Umgebung zwischenzeitlich zum Erliegen.