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China laufen Wachstum und Inflation davon

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China laufen Wachstum und Inflation davon

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China bekommt die Überhitzung seiner Wirtschaft nicht in den Griff. Trotz massiver Bremsmanöver seitens der Regierung nehmen Wachstum und Inflation schneller zu als erwartet. So erreichte der Anstieg der Verbraucherpreise im März mit 5,4 Prozent den höchsten Stand seit fast drei Jahren.

Zugleich wuchs das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal weiter um 9,7 Prozent – obwohl Peking das Wachstum eigentlich drosseln wollte. Ein Grund sind die weiter rasant steigenden Exporte. Sie kletterten allein im März um mehr als 35 Prozent.

Die Regierung beobachtet die wachsende Unruhe der Bevölkerung angesichts des Preisanstiegs mit Sorge und versucht zu beschwichtigen. Ein Regierungssprecher erklärt, die Wirtschaft wachse in kontrollierten Bahnen. Die Inflation sei zwar hoch, habe aber noch nicht bedrohliche Ausmaße erreicht.

Die Bevölkerung trifft vor allem der sprunghafte Anstieg der Lebensmittelpreise, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zwölf Prozent höher liegen. Regierungschef Wen Jiabao bezecihnete den Kampf gegen die Inflation kürzlich als die dringendste Aufgabe. Der Preisdruck werde durch steigende Weltmarktpreise für Rohstoffe und Arbeitskosten in China noch anhalten.