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Jemens Präsident will mit "Banditen und Saboteuren" sprechen

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Jemens Präsident will mit "Banditen und Saboteuren" sprechen

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Im Jemen sind Anhänger und Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih zu Tausenden auf die Straßen

gegangen. Regierungsanhänger seien aus mehreren Landesteilen in die Hauptstadt Sanaa gekommen, berichteten Augenzeugen.

Saleh, seit Jahrzehnten an der Macht, nannte die Oppositionellen “Banditen und Saboteure” – und erneuerte seine Aufforderung zum Dialog. Ohne geordneten übergang mit Präsidentenwahlen im nàchsten Jahr drohten Bürgerkrieg und Zerfall des Landes. Empört zeigte er sich über gemischt-geschlechtliche Demonstrationen. Die erlaube die Religion nicht.

Die Opposition hatte den Gesprächsvorschlag des Golfkooperationsrats (GCC) über eine Machtübergabe abgelehnt und dem Präsidenten zwei Wochen Zeit gegeben für einen Rücktritt.

Proteste gegen den Präsidenten gab es in der Hauptstadt und in der westlichen Stadt Taiz. Tags zuvor hatten religiöse Führer und

Stammesführer den Präsidenten zum Rücktritt aufgefordert.

Am vergangenen Freitag hatten Sicherheitskräfte zum wiederholten Mal auf Salih-Gegner geschossen und dabei drei Demonstranten getötet.

Nach Schätzungen der Opposition haben Sicherheitskräfte bei den Zusammenstößen in den vergangenen Wochen bislang mehr als 100

Demonstranten erschossen und Tausende verletzt.