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Neue Großkundgebung gegen Serbiens Regierung

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Neue Großkundgebung gegen Serbiens Regierung

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Serbiens Opposition macht erneut mobil: Nach einer Großkundgebung vor zwei Monaten versammeln sich in der Hauptstadt Belgrad wieder zehntausende Menschen zum Protest gegen die Regierung.

Anlass ist die nach wie vor weit verbreitete Armut, ebenso wie tiefgreifende Korruption. Die Opposition unter Führung der konservativen Fortschrittspartei verlangt daher vorgezogene Wahlen; planmäßig würde erst in einem Jahr gewählt.

Die Fortschrittspartei von Tomislav Nikolić würde bei einer sofortigen Wahl mehr als vierzig Prozent der Stimmen bekommen, die regierenden Demokraten von Staatspräsident Boris Tadić nur 24. Der Wunsch nach Neuwahlen ist laut der jüngsten Umfrage weit verbreitet: Zwei Drittel der Serben sind demnach dafür.

Die Regierungsparteien wollen aber mit Wahlen zumindest so lange warten, bis Serbien offiziell Beitrittskandidat für die EU wird und die Verhandlungen aufnimmt – möglicherweise in diesem Herbst. Die Regierung erhofft sich davon noch einen Aufschwung.