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Nigerianer wählen ihren Präsidenten

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Nigerianer wählen ihren Präsidenten

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Die Nigerianer wählen ihren Staatspräsidenten. Mehr als siebzig Millionen Menschen können dazu ihre Stimme abgeben: Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

Der Präsident muss – soweit es geht – die verschiedenen Landesteile und Bevölkerungsgruppen hinter sich bringen. Vor allem braucht er Stimmen sowohl im muslimischen Norden als auch im christlich geprägten Süden.

“Diese Wahl ist so wichtig, etwas Wichtigeres gibt es nicht”, sagt eine Frau vor einem Wahllokal in Lagos. “Wir wollen unseren Anführer wählen; jemanden, der Nigerias Richtung bestimmt.”

Zur Wahl stehen knapp zwanzig Bewerber. Die besten Chancen hat aber der Amtsinhaber Goodluck Jonathan, ein Christ. Für ihn ist es die erste Wahl: Bisher ist er nur im Amt, weil das vorige Staatsoberhaupt letztes Jahr starb.

Zu seinen schärfsten Konkurrenten zählt Muhammadu Buhari: Muslim, General, auch schon einmal Militärmachthaber. Buhari und der ehemalige Korruptionsbekämpfer Nuhu Ribadu können wohl am ehesten davon profitieren, dass viele Nigerianer unzufrieden sind mit der schon lange regierenden Partei Jonathans.