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Streumunition: Gaddafi-Gegner beschuldigen Armee

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Streumunition: Gaddafi-Gegner beschuldigen Armee

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Die libysche Stadt Misurata ist weiter heftig umkämpft. Die Aufständischen beschuldigen die Armee, sie beschieße Wohngebiete, dazu auch noch Lebensmittelbetriebe. Außerdem halten sie ihr vor, sie verschieße Streumunition. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat dafür nach eigenen Angaben Beweise.

“Sollen die es doch beweisen”, sagt dazu Mussa Ibrahim, der Sprecher der Regierung. “Wenn man diese Munition verwendet, lässt sich das noch Tage und Wochen später nachweisen. So etwas können wir also gar nicht machen – nicht einmal, wenn wir Verbrecher wären.”

Ein weiteres Schiff hat inzwischen Flüchtlinge aus Misurata nach Bengasi gebracht, der Hochburg der Aufständischen. Eine Hilfsorganisation hat das Kreuzfahrtschiff dafür gechartert. Die rund zwölfhundert Menschen an Bord kommen aus anderen Ländern Afrikas sowie aus Asien.

Auf dem Landweg wird weiterhin gekämpft. Die Front zwischen Armee und Aufständischen bewegt sich nach wie vor zwischen Brega und Adschdabija, das an einer wichtigen Kreuzung liegt und von den Aufständischen gehalten wird. Nach neuen Berichten

sind sie offenbar auch wieder etwas in Richtung Brega vorgerückt.