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Italien und Frankreich verzankt wegen Tunesien-Flüchtlingen

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Italien und Frankreich verzankt wegen Tunesien-Flüchtlingen

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Den halben Tag lang fuhren hier keine Züge, ganz im Süden von Italien nach Frankreich. Frankreich hatte die Strecke zwischen Ventimiglia und Menton geschlossen. Andere Grenzverbindungen blieben aber offen.

Der Auslöser dafür: Italien sieht sich mit dem Flüchtlingsansturm aus Tunesien alleingelassen.

Also gibt es den Tunesiern jetzt Papiere, mit denen sie weiter in andere EU-Länder reisen dürfen.

Man halte sich an das europäische Schengenabkommen zur Reisefreiheit, sagt Italiens Innenminister Roberto Maroni. Das habe auch die EU-Kommission bestätigt. Man gebe den Flüchtlingen vorläufige Aufenthaltsgenehmigungen, Reisedokumente, alles was sie dazu bräuchten. Wer eine Aufenthaltserlaubnis habe und nach Frankreich wolle, könne frei reisen.

Besonders Frankreich ist darüber aber verärgert: Hier wollen viele der Tunesier hin, wegen Sprache und Kontakten. Die meisten werden aber gleich wieder zurückgeschickt: Frankreich fordert außer den richtigen Papieren zum Beispiel auch einen Vermögensnachweis. Italien hat seinerseits jetzt in Frankreich scharf gegen die zeitweilige Schließung der Bahnstrecke protestiert.