Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um Tunesier: Frankreich sperrt Bahnlinie

Sie lesen gerade:

Streit um Tunesier: Frankreich sperrt Bahnlinie

Schriftgrösse Aa Aa

Der europäische Streit um die tunesischen Flüchtlinge hat Folgen: Die Bahnlinie von Italien nach Frankreich ganz im Süden, zwischen Ventimiglia und Menton, ist vorerst geschlossen. Andere Strecken über die Grenze bleiben allerdings offen.

Es geht um die vielen Tunesier, die in der letzten Zeit nach Italien gekommen sind – das nun einmal das nächstgelegene Land ist. Italien sieht sich durch den Ansturm überlastet und verlangt, dass die Flüchtlinge innerhalb Europas verteilt werden.

Da es damit wohl nichts wird, handelt Italien auf eigene Faust: Seit gestern bekommen die Tunesier Papiere, mit denen sie weiter in die EU und besonders nach Frankreich reisen dürfen – wo viele von ihnen sowieso hinwollen, wegen Sprache und Kontakten.

Frankreich reagiert aber mit verschärften Kontrollen und weist die meisten dieser Tunesier gleich wieder nach Italien aus. Um wirklich nach Frankreich gelassen zu werden, müssten sie hohe Hürden nehmen – zum Beispiel viel Geld nachweisen. Zwischen Italien und Frankreich hat das Flüchtlingsproblem zu ernsten Verstimmungen geführt.