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Wange an Wange mit der Kaiserin: Clinton sichert Japan weiteren Beistand zu

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Wange an Wange mit der Kaiserin: Clinton sichert Japan weiteren Beistand zu

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrem Besuch in Japan weiteren Beistand zugesagt. Gegenüber dem Kaiserpaar wählte sie ihre eigene protokollarische Variante: Handschlag und Wangenkuss statt Verbeugung, wie in Japan üblich. Präsident Obama hatte sich mit einer Verbeugung einst Kritik in der Heimat eingehandelt.

Beim Treffen mit ihrem japanischen Amtskollegen Takeaki Matsumoto sagte Clinton Hilfe beim Wiederaufbau durch eine gemeinsame Partnerschaft öffentlicher und privater Unternehmen zu. Die USA hatten Japan schon mit 20.000 Soldaten bei den Bergungsarbeiten und mit Atomexperten unterstützt. Tepco, der Betreiber der havarierten Atomanlage Fukushima Eins, kündigte an diesem Sonntag an, dass es noch sechs bis neun Monate dauern werde, bis sich die Reaktoren stabilisieren, allein drei Monate bis zur Stabilisierung der Kühlsysteme. Das Unternehmen setzt nun Roboter ein, um in den beschädigten Reaktoren Strahlendosis und Temperatur zu messen, bevor Arbeiter in die Gebäude geschickt werden.

Seit der Katastrophe am 11. März wurden inzwischen mehr als 13.700 Leichen identifiziert. Mehr als 14.000 Menschen werden noch vermisst. Bis Ende April sollen in den verwüsteten Gemeinden über 1.000 Behelfshäuser für die Überlebenden errichtet werden, bis Mitte Mai soll mit dem Bau weiterer 10.000 solcher Unterkünfte begonnen werden.