Eilmeldung

Eilmeldung

Kubas Revolutions-Rentner danken ab

Sie lesen gerade:

Kubas Revolutions-Rentner danken ab

Schriftgrösse Aa Aa

In Kuba danken die Revolutions-Rentner ab – so sollen wichtige Ämter künftig nur noch für maximal zehn Jahre vergeben werden. Das hat der 79jährige Staats- und Regierungschef Raúl Castro der Kommunistischen Partei auf deren VI. Kongress vorgeschlagen. Die meisten Kubaner geben dem Zweiten Sekretär des Zentralkomitees recht – die Veteranen der Revolution der 50er Jahre wirkten seit dem Umbruch der Bruderstaaten im ehemaligen Ostblock oft eher ratlos.

Rene Morales, historisches Amt der Stadt Havanna:

“Wir müssen jetzt zusehen, wie das über die Bühne gehen soll. So wie in Osteuropa sollte es nicht ablaufen. Da haben sie die Dinge in ein paar Ländern einfach schleifen lassen. Das wurde dann ein Debakel.”

Daysi Gomez, Lehrerin:

“Ich möchte die Errungenschaften der Revolution nicht verlieren – nicht die kleinste, wie Che Guevara immer gesagt hat. Solange das gilt, mache ich alles mit – 10, 20, 30 oder 40 Jahre.”

Die Revolution sei noch nicht gefestigt, hatte der jüngere Castro die Delegierten gewarnt – er hatte

im Sommer 2006 von seinen erkrankten

älteren Bruder Fidel, heute 84, die Führung des Staates übernommen.

Die medizinische Versorgung ist für jeden Bürger Kubas garantiert, das Bildungssystem wird zu den besten in Lateinamerika gezählt. Andererseits verdienen Berufstätige offiziell weniger als 20 Euro im Monat.