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Meuterei in Burkina Faso - Regierung weg, Sold steigt

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Meuterei in Burkina Faso - Regierung weg, Sold steigt

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Schadensbesichtigung nach einer Meuterei der Präsidentengarde und anderer Truppenteile in Burkina Faso, Westafrika.

Am Wochenende hatten Markthändler ein Bürogebäude der Regierungspartei in Ouagadougou angezündet, um gegen plündernde Soldaten zu protestieren.

Die Soldaten wiederum sind unzufrieden mit ihrer Bezahlung, inzwischen gärt es auch in den Kasernen in drei anderen Städten und bei der Polizei.

Santy Andre, Tankstellenbetreiber:

“Die Pumpe war ausgefallen. Wir hatten zwei Tanks voll mit Sprit. Soldaten nahmen den Laster, knackten den Tank und zapften den Sprit ab. Dann kamen Jugendliche und erledigten den Rest.”

Burkina Faso hat keinen Zugang zum Meer und ist auf Versorgung mit Gütern wie Pflanzenöl oder Zucker über das Nachbarland angewiesen.

Dort hatte die Krise die Preise in die Höhe getrieben.

In Burkina Faso entließ Präsident Blaise Compaoré kurzerhand die Regierung und feuerte unter anderem den Armeechef.

In der Hauptstadt Ouagadougou gilt eine nächtliche Sperrstunde, die Soldaten sollen besser bezahlt werden.