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Philips trennt sich von Fernsehsparte

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Philips trennt sich von Fernsehsparte

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Wegen anhaltender Verluste im Geschäft mit Fernsehgeräten zieht der niederländische Elektronikkonzern Philips die Notbremse. Die traditionsreiche TV-Sparte wird ausgegliedert und in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem Hongkonger Bildschirmhersteller TPV Technology neu aufgestellt.

Diese Maßnahme bedeutet für Philips einen emotionalen Einschnitt. Vorstandschef Frans van Houten erinnert sich an den Kindheitsmoment, als seine Eltern den ersten Philips-Fernseher anschafften. Der Name Philips stehe für eine starke Marke, und eine Lösung sollte auch Kontinuität wiederspiegeln.

Mit einem Weltmarktanteil von nur 4,1 Prozent rangiert Philips auf Platz sieben der Anbieter. Die Probleme im TV-Geschäft hatten den Konzerngewinn im ersten Quartal um ein Drittel auf knapp 140 Millionen Euro schmilzen lassen.

In das Gemeinschaftsunternehmen mit TPV Technology setzen die Niederländer große Hoffnungen. Die Partnerschaft mit den Chinesen sei langfristig und strategisch angelegt. Der Markenname Philips für Fernsehgeräte soll erhalten bleiben.