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Rettungsgespräche für Portugal begonnen - Bevölkerung schwant nichts Gutes

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Rettungsgespräche für Portugal begonnen - Bevölkerung schwant nichts Gutes

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Vor dem Hintergrund eines härter werdenden Wahlkampfs haben in Lissabon die Gespräche über das EU-Hilfspaket begonnen. Vertreter der EU-Kommission, der EZB und des Internationalen Währungsfonds trafen dazu mit Finanzminister Fernando Teixeira Dos Santos und anderen Vertretern der geschäftsführenden Minderheitsregierung zusammen.

Gespräche sind auch mit Arbeitgebern und der Opposition geplant. Vor den Neuwahlen am 5. Juni ist die Kooperationsbereitschaft aber gering.

Das ärmste Land Westeuropas steht vor einem Schuldenberg von mehr als 150 Milliarden Euro, das Defizit beläuft sich auf mehr als zehn Milliarden Euro. Retten soll Portugal ein Hilfspaket von rund 80 Miliarden Euro.

Der Bevölkerung schwant angesichts des dramatischen Sparzwangs nichts Gutes. Es sei bedauernswert, dass es mit dem Land so schlimm gekommen sei, sagt ein Mann. Die Rettungsbemühungen seien bereits zu spät.

Auch die Finanzmärkte bleiben von der Nervosität nicht verschont. Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen erreichten zu Wochenbeginn neue Rekorde.