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Salih: Ich Präsident - ihr "Straßenräuber"

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Salih: Ich Präsident - ihr "Straßenräuber"

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In Jemens Hauptstadt Sanaa sind Sicherheitskräfte mit Gewalt gegen regierungskritische Proteste mit hunderttausenden Teilnehmern vorgegangen. Ärzteangaben zufolge mussten rund 1000 Menschen nach dem Einsatz von Tränengas wegen Atemproblemen behandelt werden, 30 Menschen seien durch Schüsse verletzt worden.

Der akute Aufreger: Frauenfeindliche Äußerungen des Präsidenten. Ali Abdullah Salih hatte gemeinsame Demonstrationen von Männern und Frauen als unislamisch bezeichnet.

Unterdessen beriet der Golfkooperationsrat über die Regierungskrise im Jemen.

Wenn man ihn aus dem Amt zwinge, drohe der erst zwei Jahrzehnten vereinigten Republik ein Bürgerkrieg und das Zerbrechen, so Saleh.

Seit Mitte Februar verlangen Hunderttausende im Jemen den Rückritt des seit 32 Jahren regierenden Präsidenten und demokratische Reformen. Im Süden forderten Tausende die Unabhängigkeit.

“Straßenräuber” – so nannte Saleh vor Anhängern Oppositionspolitiker, die seinen Rücktritt verlangten.

In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Verbündete im In- und Ausland von ihm abgewandt, unter anderem die USA.