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Sieg der "Wahren Finnen" könnte Euro-Rettungsschirm gefährden

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Sieg der "Wahren Finnen" könnte Euro-Rettungsschirm gefährden

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Der Erfolg der Rechtspopulisten bei den Wahlen in Finnland könnte Auswirkungen auf den Euro-Rettungsschirm haben. Denn die “Wahren Finnen” verlangen Neuverhandlungen über das EU-Stabilitätspaket. Ihr Chef Timo Soini erklärte, bislang sei man zu nachsichtig gewesen. “Wir werden mit der EU neu verhandeln und es wird ein Bündel an neuen Vorschlägen geben”, kündigte Soini an. “Wenn wir in der Regierung sind, nehmen wir an diesen Gesprächen teil und wir haben dazu einiges zu sagen. Etwas wird geschehen und das ist gut so, denn diese Rettungspakete haben nicht funktioniert.”

Mit 19 Prozent der Stimmen konnten die Wahren Finnen ihr Ergebnis verfünffachen. Sie sind nun drittstärkste Kraft, hinter den Sozialdemokraten und der konservativen Nationalen Sammlungspartei, während die bislang führende Zentrumspartei nur Platz vier belegt. Nun muss der Chef der Konservativen, Jyrki Katainen, eine Koalition bilden, um die Parlamentsmehrheit zu erlangen – möglicherweise auch mit den Wahren Finnen. Damit aber könnte der Rettungsschirm für finanzschwache Eurostaaten gefährdet sein. Denn dieser kann nur einstimmig von allen EU-Mitgliedern beschlossen werden. Die “Wahren Finnen” hatten jedoch schon im Wahlkampf jegliche Unterstützung von so genannten “Verschwendern” in der EU kategorisch abgelehnt.