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Tepco will Atomruine bis Jahresende versiegeln - Greenpeace skeptisch

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Tepco will Atomruine bis Jahresende versiegeln - Greenpeace skeptisch

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In Japan erholt sich die Regierung langsam vom Katastrophen-Stimmungstief. 27 statt 22 von hundert Befragten fanden ihre Arbeit gut, so die jüngste Meinungsumfrage von Nikkei Business Daily – fast 70 Prozent sähen allerdings gern einen anderen als Naoto Kan auf dem Stuhl des Ministerpräsidenten.

Beim Automobilhersteller Toyota rollen die Bänder wieder – wenn auch nicht in vollem Tempo. Wegen Erdbeben und Tsunami sei die Produktion von 260.000 Fahrzeugen ausgefallen, so das Unternehmen.

Während in Europa Kameras, Mobiltelefone, Laptops und Autos aus Japan bereits knapp werden, läuft die Produktion für tragbare Gaskocher und Gaskartuschen für die Obdachlosen auf vollen Touren.

Alles unterwegs also zum grünen Bereich ?

Für die Firma Tepco erst in neun Monaten – ein halbes Jahr werde es dauern, bis ihre strahlende Atomruine Fukushima stabilisiert sei. Die beschädigten Reaktorgebäude sollen dann in sechs bis neun Monaten abgedeckt werden.

“Unseriös”, hieß es dazu bei Greenspeace. Der Plan beruhe auf unbekannten Grundlagen. Sicher sei nur eines: die Strahlenbelastung steige, weltweit.

“Und das Ganze muss Tepco und der japanischen Regierung, die offensichtlich unfähig sind, das Problem zu lösen, aus der Hand genommen werden von der internationalen Gemeinschaft”, sagte der Greenpeace-Experte Christoph von Lieven.