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Unruhen nach Wiederwahl von Nigerias Präsident

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Unruhen nach Wiederwahl von Nigerias Präsident

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Nigerias Staatspräsident bleibt im Amt: Goodluck Jonathan ist nach dem Endergebnis der Wahl vom Wochenende gleich im ersten Durchgang wiedergewählt. Jonathan war auch der Favorit bei dieser Wahl; sein Sieg fiel aber außerordentlich deutlich aus.

In mehreren Gegenden im Landesnorden ist es inzwischen zu schweren Unruhen gekommen, offenbar auch mit Toten. Der Landesnorden ist moslemisch geprägt: Von hier stammt Muhammadu Buhari, der aussichtsreichste Herausforderer und nun doch deutlich Verlierer. Vor allem hier hat er seine Anhänger.

Natürlich seien nicht alle Seiten mit dem Ausgang der Wahl zufrieden, sagt Alojz Peterle, der slowenische Leiter der EU-Wahlbeobachter. Man rufe aber alle dazu auf, ihre Meinung nur legal und auf rechtlichem Wege zu äußern.

Buhari spricht nach seiner klaren Niederlage jetzt von Unregelmäßigkeiten und will die Ergebnisse vorerst nicht anerkennen. Von der Wahlkommission verlangt er eine Nachzählung.

Das Endergebnis zeigt für Jonathan 22 Millionen Stimmen, für Buhari zwölf Millionen und damit nur gut die Hälfte. Auch eine weitere Hürde nahm Jonathan bequem: Er brauchte zusätzlich eine Mindestanzahl von Stimmen (25 Prozent) in zwei Drittel der Bundesstaaten.