Eilmeldung

Eilmeldung

Fukushima: Wissenschaftler bleiben skeptisch

Sie lesen gerade:

Fukushima: Wissenschaftler bleiben skeptisch

Schriftgrösse Aa Aa

Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima in Japan haben Arbeiter damit begonnen, stark radioaktiv verseuchtes Wasser aus Reaktor 2 abzupumpen und in eine Aufbereitungsanlage einzuleiten. Dort werden dem Wasser Salz und radioaktive Substanzen entzogen, damit es wieder zur Kühlung eingesetzt werden kann. Nach Schätzungen des Betreibers befinden sich in Reaktor 2 rund 25.000 Tonnen verseuchten Wassers. In einem ersten Schritt sollen rund 10.000 Tonnen beseitigt werden.

Ein Roboter hat unterdessen Bilder aus dem Inneren des AKW geliefert. In Reaktor 2 herrschen demnach Temperaturen wie in einer Sauna, die Lutfeuchtigkeit beträgt bis zu 99 Prozent. Vor diesem Hintergrund halten Wissenschaftler es für fraglich, ob der Betreiber seinen Zeitplan einhalten kann. Tepco hatte erklärt, die Temperatur in sechs bis neun Monaten so weit absenken zu können, dass der Austritt von Radioaktivität auf ein “sehr geringes Maß” reduziert werde.

Einsatzkräfte sind rund um die Atomruine nach wie vor auf der Suche nach Opfern. Sie können sich dem zerstörten Atomkraftwerk jedoch weiterhin nur sehr vorsichtig nähern.