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Kreditwürdigkeit der USA infrage gestellt

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Kreditwürdigkeit der USA infrage gestellt

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Der Haushaltsstreit in den USA zeigt immer ernstere Folgen: Jetzt hat die Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten infrage gestellt. Der Kongress muss nun die gesetzliche Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar anheben, damit die USA

zahlungsfähig bleiben. Allerdings ist die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes im Kongress noch längst nicht beschlossen. Der weltgrößte private Bondinvestor PIMCO hatte bereits im vergangenen Monat US-Staatsanleihen aus dem Programm geworfen. “Ich denke, dass Washington von überall her Botschaften bekommt und dass das eine ernste Sache ist” sagt PIMCO-Chef Mohamed el-Erian, “niemand kann den Folgen entkommen, wenn die US-Finanzlage sich weiter verschlechtert. Da geht es auch um die Weltwirtschaft.” Die US-Börsen reagierten zunächst mit herben Kursverlusten zwischen 1,6 und knapp 2,1 Prozentpunkten. Auch an den Deutschen

Aktienmärkten weiteten sich die Verluste nach Bekanntwerden der Standard & Poor’s-Analyse aus.

Die Gesamtverschuldung beträgt derzeit mehr

als 14,2 Billionen Dollar. Das ist an der Wirtschaftsleistung gemessen das dickste Minus in der Staatskasse der größten Volkswirtschaft der Welt seit fünf Jahrzehnten.