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Washington beruhigt die Märkte: Bonität nicht in Gefahr

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Washington beruhigt die Märkte: Bonität nicht in Gefahr

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Nach der Warnung der Rating-Agentur Standard & Poor’s vor einer Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit wirbt die Regierung in Washington nun um Vertrauen. Finanzminister Timothy Geithner erklärte, bei der Bewältigung des Defizits gebe es Fortschritte.

Präsident Barack Obama versuchte in einer Rede in Virginia seinen Landsleuten die Augen zu öffnen.

Der letzte Haushaltsüberschuss im Jahr 2000 sei durch Steuersenkungen für Millionäre und Milliardäre, zwei Kriege und teure Gesundheitsprogramme verprasst worden. Nichts von alledem sei gegenfinanziert worden. Jetzt zahle Amerika die Zeche.

Standard & Poor’s hatte die Bonität der USA weiter mit der Bestnote bewertet, aber den langfristigen Ausblick gesenkt. Damit droht in den nächsten zwei Jahren eine Herabstufung – mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent.

Dies dürfte Schockwellen auch für den Rest der Welt erzeugen, wie Mohamed El-Erian erklärt. Denn die USA stünden nach wie vor im Zentrum jeder weltwirtschaftlichen Entwicklung.

Auf den Anleihemärkten war von Nervosität keine Spur – noch nicht. Doch dies kann sich ändern.

Schliesslich sind die Besitzer von US-Bonds die ersten, die ihr Geld zurück wollen.