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Die Ölkatastrophe - ein Jahr danach

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Die Ölkatastrophe - ein Jahr danach

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Im Golf von Mexiko sind die Auswirkungen der Ölkatastrophe bis heute zu spüren. Am 20. April 2010 explodierte die Ölplattform “Deepwater Horizon” des britischen BP-Konzerns, zwei Tage später ging sie unter. Vier Monate lang strömten fast 800 Millionen Liter Rohöl ins Meer. Offenbar hatte BP Sicherheitsvorkehrungen missachtet – auch wenn dem Konzern nahestehende Experten wie Quenton Dokken von der “Gulf of Mexico Foundation” zu beschwichtigen versuchen: “Es gab keinerlei sichtbare Anzeichen dafür, dass Ölplattformen, diese künstlichen Inseln, jemals ein solches Leck haben könnten.”

Ein Jahr danach haben Wissenschaftler festgestellt, dass die Ölschwaden weitgehend verschwunden sind. Aber die Tierwelt im Golf von Mexiko hat sich noch nicht erholt. “Ich sehe hier kaum größere Fische, höchstens einen oder zwei”, stellt Paul Sammarco von der Universität Louisiana fest. “Es gibt sehr viele kleine Fische, und das ist auch gut so, es wirkt sehr lebendig, aber es sieht so aus, als wären die größeren, älteren Fische, die ursprünglich hier lebten, nicht mehr da.”

Ein Jahr nach der Katastrophe sieht die Küste fast so aus wie vorher. Aber immer wieder werden tote Tiere angeschwemmt, das Ökosystem ist fragil – und die Langzeitfolgen des Öllecks werden Experten wohl noch mehrere Jahre lang beschäftigen.