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Jemen: "Bankrotterklärung" einer Regierung

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Jemen: "Bankrotterklärung" einer Regierung

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Im Jemen lassen die Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih nicht locker – trotz des teils heftigen Vorgehens der Staatsgewalt. Erst gestern hatte die Polizei in mehreren Städten mindestens 5 Menschen erschossen. Heute zogen allein in der Hauptstadt Sanaa wieder Tausende Regierungsgegner auf die Straße. Seit Wochen fordern sie den Rückzug Salihs und demokratische Reformen – bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Eine Frau sagte: “Gestern wurden Demonstranten angegriffen und Ärztinnen entführt. Das ist eine Bankrotterklärung dieser Regierung.” Hauptorte der jüngsten Proteste: Sanaa, Hudeida und Taiz. In Hudeida erschoss die Polizei heute laut Presseberichten einen Demonstranten. Unterdessen befürchten die Vereinten Nationen, dass sich die Gewalt im Jemen auf die gesamte Region ausbreiten könnte. Der Sicherheitsrat beriet gestern über die Lage in dem Land, jedoch ohne einen Entschluss zu fassen. Menschenrechtler von Human Rights Watch forderten vom Sicherheitsrat ein einstimmiges Vorgehen gegen Jemens Regierung, um eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern.