Eilmeldung

Eilmeldung

Konferenz in Kiew zur Zukunft der Atomkraft

Sie lesen gerade:

Konferenz in Kiew zur Zukunft der Atomkraft

Schriftgrösse Aa Aa

25 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl beraten Vertreter von 50 Staaten in der Ukrainischen Hauptstadt Kiew heute über die Zukunft der Atomenergie. Die Regierung der Ukraine will einen Sarkophag um den 1986 explodierten Reaktor bauen. Präsident Viktor Janukowitsch hofft, bei dem Treffen heute weiter Geld für den Schutzmantel zu sammeln. Bei einer internationalen Geberkonferenz gestern wurden der Ukraine 550 Millionen Euro Hilfsgelder zugesagt. 1,6 Milliarden sind nötig. Über allem: Die Atomkatastrophe im Japanischen Fukushima. Ein Vertreter von Japans Außenministerium sagte, Fukushima sei zwar auf der gleichen Gefahrenstufe wie Tschernobyl, die Folgen allerdings seien weniger schlimm. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte ein Umdenken: “Dieser Moment lässt uns intensiv darüber nachdenken, wie wir die Nuklearenergie zivil und so sicher wie möglich nutzen. Diese grundlegende Frage müssen wir weltweit neu überdenken.” Ban will im Anschluss an die Konferenz die Sperrzone und das Museum beim AKW Tschernobyl besuchen. Am 26. April 1986 war der Reaktor 4 des Kernkraftwerks nach einem misslungenen Notfalltest explodiert.