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Türkei: Ein Toter bei Kurdenprotesten

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Türkei: Ein Toter bei Kurdenprotesten

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Tag zwei der Proteste in der Türkei: In der Stadt Diyarbakir sind Hunderte Demonstranten auf die Straße gegangen, um gegen den Ausschluss kurdischer Politiker von den Parlamentswahlen zu protestieren. Der zunächst weitgehend friedliche Protest kippte. Die Demonstranten warfen Steine und Brandsätze, die Polizei antwortete mit Tränengas und Wasserwerfern. Nach Angaben der Kurdenpartei BDP wurde ein Demonstrant von der Polizei getötet. In Diyarbarkir leben überwiegend Kurden. Bereits am Dienstag hatten hier, aber auch in anderen Städten der Osttürkei, Tausende demonstriert. Ihr Ärger richtet sich gegen eine Entscheidung der Wahlbehörde, 12 von der BDP aufgestellte, parteilose Kandidaten nicht zu den Wahlen im Juni zuzulassen. Die Partei droht nun, die Wahlen zu boykottieren. Laut Medienberichten hat Staatspräsident Abdullah Gül wegen der Proteste BDP-Chef Selahattin Demirtas zu Gesprächen eingeladen.