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Nigeria: Kandidaten geben sich gegenseitig Schuld für Gewalt


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Nigeria: Kandidaten geben sich gegenseitig Schuld für Gewalt

In Nigeria schieben sich nach der Präsidentenwahl beide Kandidaten die Verantwortung für die anhaltende Gewalt zu. Im muslimischen Norden des Landes sind nach Angaben des Roten Kreuzes 48.000 Menschen auf der Flucht, die meisten von ihnen Christen. Im christlichen Süden wächst die Angst vor Vergeltaunsakten – rund 8000 Muslime suchten Unterschlupf in einer Kaserne. Bei den Präsidentenwahlen am Samstag hatte Amtsinhaber Goodluck Jonathan, ein Christ, gesiegt. Er sagte, die Gewaltakte seien leine spontane Reaktion, sie seien organisiert. Der unterlegene ehemalige Militärmachthaber General Muhammadu Buhari warf Jonathan Wahlfälschung vor. Menschen seien keine Esel, so Buhari, sie reagierten, wenn sie hintergangen würden. Buharis Anhänger hatten nach Bekanntwerden von Jonathans Sieg Kirchen und Häuser von Funktionären

dessen Demokratischer Volkspartei niedergebrannt. Bislang sind gut 200 Menschen getötet worden. In Nigeria kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Zusammenstößen zwischen christlichen und muslimischen Gemeinschaften mit hunderten Toten.

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