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Tod zweier Fotografen in Misrata schockiert die Welt

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Tod zweier Fotografen in Misrata schockiert die Welt

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Die belagerte libysche Küstenstadt Misrata steht weiterhin unter Dauerbeschuss. Die Rebellen geraten zunehmend in Bedrängnis und der Tod zweier bekannter Fotojournalisten bei der Explosion einer Panzergranate schockiert die Welt:

Der britische Fotograf und oscarnominierte Filmemacher Tim Hetherington war laut Angaben seiner Agentur sofort tot. Er war nach Libyen gereist, um an einem Multimedia-Projekt zu humanitären Fragen in Kriegszeiten zu arbeiten. 2007 hatte der renommierte und international bekannte Kriegsfotograf den “World Press Award” gewonnen. Sein US-Kollege, der Fotoreporter Chris Hondros erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.

Die libysche Regierung reagierte vorsichtig auf den Tod der Fotojournalisten. “Wir töten niemanden, der uns nicht bekämpft”, sagte ein Regierungssprecher. “Wir müssen die Umstände dieser Todesfälle prüfen. Im Krieg, sterben Menschenauf unserer wie auch auf der anderen Seite, viele geraten zwischen die Fronten. Wir kennen die genauen Umstände nicht, wir müssen das prüfen. Aber wir sind natürlich sehr betroffen.”

Ein weiterer Fotograf, der Brite Guy Martin, wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Dort herrschen chaotische Zustände: Nach der langen Belagerung mangelt es an Medikamenten und sauberem Wasser.