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Trauer um in Libyen getötete Fotojournalisten

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Trauer um in Libyen getötete Fotojournalisten

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Der Tod zweier Fotojournalisten in Libyen sorgt für Betroffenheit in aller Welt. Tim Hetherington und Chris Hondros waren in Misrata bei einem Mörserangriff der Regierungstruppen ums Leben gekommen.

Der Brite Tim Hetherington war international bekannt. Für das Foto eines erschöpften Soldaten in Afghanistan hatte er 2007 den “World Press Photo of the Year Award” erhalten. 2010 war er für seinen Dokumentarfilm “Restrepo”, in dem er den Tod des amerikanischen Militärarztes Juan Restrepo beleuchtete, für einen Oscar nominiert worden. Auch Chris Hondros war ein erfahrener Kriegsberichterstatter, der unter anderem Bilder aus dem Irak, aus Sierra Leone und Angola geliefert hatte und für den Pulitzer Preis nominiert worden war.

“Wir töten niemanden, der uns nicht bekämpft”, sagte ein Sprecher der libyschen Regierung zum Tod der Fotojournalisten. “Wir müssen die Umstände dieser Todesfälle prüfen. Im Krieg, sterben Menschenauf unserer wie auch auf der anderen Seite, viele geraten zwischen die Fronten. Wir kennen die genauen Umstände nicht. Aber wir sind natürlich sehr betroffen.”

Einn weiterer Fotograf, der Brite Guy Martin, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus in Misrata eingeliefert, sein Zustand ist offenbar nach wie vor kritisch. Bereits im März waren in Libyen zwei Journalisten getötet worden.