Eilmeldung

Eilmeldung

Ukraine hofft auf weitere Spenden

Sie lesen gerade:

Ukraine hofft auf weitere Spenden

Schriftgrösse Aa Aa

Alle Augen richten sich in diesen Tagen auf Tschernobyl. 25 Jahre nach der Atomkatastrophe besuchten UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und IAEA-Chef Yukiya Amano den Ort. Unterdessen hofft die Ukraine auf weitere Spenden bei der noch bis diesen Freitag dauernden Geberkonferenz. Für einen neuen Schutzmantel um den Unglückort fehlen noch mindestens 200 Millionen Euro.

Ein Insolvenzverwalter erklärt: “Das Schlimmste ist, dass es in der Vergangenheit keine Kontrolle über das Geld gab. Das ist auch heute das größte Problem. Außer mit Geld, kann Europa auch mit Spezialisten helfen. Das ist sehr, sehr wichtig. Ich denke, heutzutage ist nicht nur Geld wichtig, sondern auch ein hochqualizierter Ansatz, um das Problem zu lösen. Fukushima hat ein ernstes Signal gesendet. Unfällen wie solchen sollte größte Aufmerksamkeit geschenkt werden.”

Die Säuberungsarbeiten in der Sperrzone um den Reaktor dauern noch mindestens ein Jahrzehnt. Noch immer leiden die Menschen an den Folgen des Unglücks. Ein Betroffener erzählt: “Ich wurde 1986 geboren. Ich habe alle Tests machen lassen und man sagte mir, dass fast alle Kinder, die in dieser Zeit geboren worden sind, Schilddrüsenerkrankungen und viele andere Probleme haben.”

Eine Anwohnerin sagte: “Alle sprechen über den Sarkophag, über die Pläne, einen Neuen zu bauen, absolut hermetisch, aber wir sehen hier nichts davon und wissen auch nichts. Wir bekommen mit, dass die Dinge nicht gut laufen, aber wir leben damit schon seit vielen Jahren.”