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Wütende Asylbewerber in Sydney zünden Lager an

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Wütende Asylbewerber in Sydney zünden Lager an

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Aus Wut über lange Wartezeiten haben Asylbewerber im australischen Sydney ihr Internierungslager in Brand gesteckt. Die Polizei schätzt, dass von den rund 400 Insassen etwa 100 an der Aktion beteiligt waren. Neun Gebäude wurden angezündet, darunter die Küche und medizinische Behandlungsstationen. Zudem bewarfen die Asylbewerber die Feuerwehrleute von den Dächern des Lagers aus mit Gegenständen wie Möbeln und Dachziegeln.

Die Einwanderungsbehörde kann die Vorwürfe der Asylsuchenden nicht nachvollziehen. “Unsere Mitarbeiter begleiten die Asylbewerber durch den ganzen Prozess”, meint der Sprecher der Behörde Sandi Logan. “Daher sind Behauptungen, sie würden über den Stand ihres Verfahrens nicht informiert, Unsinn. Sie werden informiert, aber wir können nicht jedem Antrag stattgeben.”

Wie durch ein Wunder wurde bei dem Brand niemand verletzt. Die Feuerwehr brachte die Flammen erst am Morgen unter Kontrolle. Die meisten Asylbewerber in Sydney kommen aus

Afghanistan, Pakistan, dem Irak und dem Iran. Viele müssen mehr als 12 Monate auf ihre Anhörung warten.