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USA setzen in Libyen Drohnen ein

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USA setzen in Libyen Drohnen ein

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Bei erneuten heftigen Kämpfen im libyschen Misrata sind neun Rebellen ums Leben gekommen. Laut Angaben der Rebellen wurden die Männer getötet, als sie gegen Scharfschützen vorrückten, die von Häuserdächern auf Gegner Muammar al-Gaddafis feuerten. Der NATO warf ein Rebellensprecher erneut vor, in der drittgrößten Stadt Libyens nichts erreicht zu haben.

Derweil gaben die USA bekannt, dass sie über Misurata erstmals unbemannte Drohnen-Kampfflugzeuge eingesetzt haben. Ein amerikanischer Militärsprecher sagte, von nun an sollten ständig mindestens zwei bewaffnete Drohnen über Libyen im Einsatz sein.

Sie seien optimal für den Einsatz in städtischen Kampfgebieten geeignet, um die Zivilbevölkerung zu schonen, so General James Cartwright. “Wir bemühen uns, Kollateralschäden zu vermeiden und Drohnen sind dafür das beste Instrument”, sagte Cartwright.

Ein libyscher Regierungssprecher sagte, in Vorbereitung auf einen möglichen Bodeneinsatz von NATO-Truppen erhielten nun Zivilisten eine militärische Ausbildung. Zuvor hatten Frankreich und Großbritannien angekündigt, dass sie zur Unterstützung der Rebellen Militärberater entsenden würden. Dieses Vorhaben wurde nicht nur von der libyschen Regierung sondern auch von Russland heftig kritisiert.