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Verbraucherschutz im Internet

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Nikita aus Belgien hat folgende Frage:

“Ich traue mich nicht Sachen im Internet zu kaufen, selbst wenn ich etwas interessantes und billiges sehe. Ich zögere vor allem, wenn der Verkäufer in einem anderen Land wohnt. Was sind meine Rechte als Internetkäufer und an wen kann ich mich wenden, falls es Probleme gibt?”

Bruno Dupont, der Gründer von Euralia, ein Beratungsunternehmen in europäischen Angelegenheiten, hat geantwortet:

“Als Verbraucher muss man bei Internetkäufen aufpassen und gewisse Regeln beachten. Man muss prüfen, ob der Verkäufer wirklich eine Adresse hat, ob er seriös erscheint und viele Produkte anbietet.

Man muss sich natürlich die Klauseln des Kaufvertrags genau durchlesen. Man kann dem Verkäufer auch Fragen stellen, meistens ist eine Telefonnummer angegeben. Das ist wichtig, denn so kann der Käufer überprüfen, ob es den Verkäufer wirklich gibt und Kontakt mit ihm aufnehmen.

Es gibt allerdings noch weitere Hindernisse. Die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten schrecken die Verbraucher oft ab. Denn die Zahlungsmöglichkeiten wurden noch nicht europaweit harmonisiert, das ist ein Problem.

Die europäische Gesetzgebung zur Zahlungsabwicklung sieht vor, dass man bei kleinen Streitfällen bis zu 2.000 Euro verlangen kann. Die Prozedur ist einfach und kostet wenig. Man muss lediglich ein Formular herunterladen.

Dieses Antragsformular kann man an die Justizbehörde des Landes des Käufers schicken.

Auf der europäischen Ebene gibt es einen europäischen Verbraucherverband mit Sitz in Brüssel. Dieser Verbraucherverband setzt sich bei den europäischen Institutionen dafür ein, dass die Regeln zum Schutz der Verbraucher verbessert werden.