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Gadaffi erwägt Abzug seiner Truppen aus Misrata

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Gadaffi erwägt Abzug seiner Truppen aus Misrata

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Laut Angaben des US-Militärs haben NATO-Luftschläge zwischen 30 und 40 Prozent der libyschen Bodentruppen außer Gefecht gesetzt. In einigen umkämpften Städten sei es daher zu einem Stillstand im Kampf zwischen den Truppen von Muammar al-Gaddafi und Rebelleneinheiten gekommen.

Angesichts ihrer Verluste erwägt die libysche Regierung das Militär von der belagerten Stadt Misrata abzuziehen. Stammesmilizen in der Region würden dann in den Kampf gegen die Rebellen geschickt werden, sollten diese ihren Aufstand nicht beenden, sagte der stellvertretende libysche Außenminister Khaled Kaim.

Bei einem Besuch in der von Rebellen kontrollierten Stadt Bengasi forderte der republikanische US-Senator John McCain mehr internationale Unterstützung für die Aufständischen. McCain rief alle Staaten und ganz besonders die USA auf, den von den Rebellen geschaffenen Nationalen Übergangsrat als die legitime Vertretung des libyschen Volkes anzuerkennen. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat forderte außerdem, dass den Aufständischen mehr Waffen geliefert werden sollten.

McCain äußerte sich positiv über den Einsatz amerikanischer Kampf-Drohnen in dem Konflikt und rief die USA zu einer größeren Beteiligung an den Militäraktionen der NATO in Libyen auf.