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Viele Tote nach Massenprotesten in Syrien

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Viele Tote nach Massenprotesten in Syrien

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Auch heute werden die Massenproteste in Syrien wohl weitergehen: Dann nämlich, wenn die vielen Opfer von gestern beigesetzt werden. In mehreren Städten, über das Land verteilt, kam es erneut zu Kundgebungen gegen die Machthaber um Staatspräsident Baschar Assad. Dessen Zugeständnisse haben nichts bewirkt.

Nach dem, was man weiß, sind bei den Protesten der letzten Wochen über dreihundert Demonstranten getötet worden. Weit über siebzig Tote waren es offenbar gestern; manche Menschenrechtler nennen auch Zahlen von mehr als einhundert Opfern. Vor allem Heckenschützen in Zivil waren es, die laut Augenzeugen von Dächern aus in die Menschenmengen feuerten. Für die Regierungsgegner ist aber klar, dass diese Schützen zum Sicherheitsapparat gehörten.

Angesichts der anhaltenden Proteste ist der Präsident auf einige der Forderungen eingegangen. Vor allem hat er den Ausnahmezustand abgeschafft, unter dem Syrien seit fast fünfzig Jahren regiert wurde, mit weitreichenden Sonderrechten für den Sicherheitsapparat. Für Assads Gegner ist all das aber zu wenig und kommt zu spät.