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Japan: Gedenken an Opfer der Flutwelle in zerstörter Stadt

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Japan: Gedenken an Opfer der Flutwelle in zerstörter Stadt

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Im japanischen Minami Sanriku ist der Opfer der Flutwelle vor anderthalb Monaten gedacht worden. Die Küstenstadt in der Provinz Miyagi wurde damals von den Wassermassen fast völlig zerstört, kaum ein Gebäude blieb noch übrig.

Viele Menschen starben, weitaus mehr noch werden nach wie vor vermisst – zusammen wohl etwa die Hälfte der zwanzigtausend Einwohner. “Ich habe zehn Verwandte verloren”, sagt ein Mann hier; “das zu verarbeiten ist schwer.”

Für amerikanische Hilfe bedankt sich Japans Regierung, mit einem Besuch des Verteidigungsministers auf dem Stützpunkt Yokota: Dank für die Hilfe nach der Katastrophe und vor allem der folgenden Havarie im Kernkraftwerk von Fukushima.

Spezialisten der US-Armee halfen dort bei der Kühlung der Reaktoren. Für schlimmere Fälle stand auch ein Sondertrupp bereit: Aber nur in einer Übung

vor den Gästen muss er nun zeigen, was er kann. Die Lage in Fukushima hat sich stabilisiert, die 150-Mann-Einheit der “Initial Response Force” kann Japan bald wieder verlassen.

In Tokio verlangten Demonstranten am gleichen Tag ein Ende der Energiegewinnung aus Kernkraft. Einige tausend Japaner nahmen an dem Protestmarsch teil, zu dem die Umweltschützer von Greenpeace aufgerufen hatten.