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Jemens Präsident jetzt offenbar vor dem Rückzug

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Jemens Präsident jetzt offenbar vor dem Rückzug

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Jemens Staatspräsident tritt angesichts der Proteste zurück. Ali Abdullah Salih folgt damit einem Vorschlag des Golfkooperationsrats, also der anderen Staaten auf der arabischen Halbinsel. Auch die Opposition ist damit offenbar einverstanden; sogar mit der umstrittenen Straffreiheit für Salih, seine Familie und seine Mitstreiter.

Der Präsident und die Regierungspartei stimmten diesem Vorschlag in allen Punkten zu, sagt Abdoh Dschanadi, der stellvertretende Informationsminister. Der Rücktritt geschehe so, wie er in der Verfassung geregelt sei.

Auch in Jemen kommt es seit einiger Zeit zu Kundgebungen gegen die Machthaber. Weit über einhundert Menschen wurden dabei schon getötet. Der Präsident regiert das Land seit mehr als dreißig Jahren.

Dem Vorschlag zufolge übernimmt vorübergehend der Vizepräsident die Macht, und es soll eine Regierung der nationalen Einheit geben, also mit der Opposition. Innerhalb von sechzig Tagen würde dann ein neues Staatsoberhaupt gewählt.