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Wut nach tödlichem Zwischenfall im Westjordanland

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Wut nach tödlichem Zwischenfall im Westjordanland

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Wieder einmal entzündet sich Wut am Josefsgrab im palästinensischen Westjordanland. Eine Gruppe von israelischen Siedlern ist heute hierhergekommen; manche Palästinenser sind darüber empört.

Allerdings ist einer der Israelis auch erschossen worden; mehrere Menschen wurden verletzt. Die Schüsse kamen von palästinensischen Polizisten.

Das Josefsgrab ist für manche Juden ein wichtiger biblischer Ort, in der Nähe von Nablus. Ihre Fahrt hätte die Gruppe aber anmelden müssen.

Das kritisiert auch Saab Erekat, ein hoher Vertreter der Palästinenser. Die Siedler hätten die Situation herbeigeführt, sagt er: Und dafür sei letztlich Israels Regierung verantwortlich.

Den palästinensischen Behörden zufolge waren die Schüsse ein Versehen. Normalerweise werden diese Besuche angemeldet und mit Israels Armee und der palästinensischen Polizei abgestimmt. Die Armee bietet auch Gruppenfahrten unter ihrem Schutz an.

Die jetzigen Besucher gehörten aber zu einer orthodoxen Gruppierung, den Breslower Chassidim, die das Grab oft und prinzipiell ohne Anmeldung besucht. Warum aber diesmal die Schüsse fielen, ist noch unklar. Der Getötete ist ein Neffe einer israelischen Ministerin.