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25 Jahre danach: Gedenken an Tschernobyl-GAU

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25 Jahre danach: Gedenken an Tschernobyl-GAU

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An diesem Dienstag jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal. Aus diesem Anlass wird in der früheren Sowjetrepublik Ukraine mit Gedenkveranstaltungen an das verheerende Unglück erinnert. Die Präsidenten der am stärksten betroffenen Länder Ukraine, Russland und Weißrussland wollen in der Sperrzone um das AKW der Opfer und Helfer gedenken. Außerdem haben Tausende Atomkraftgegner in vielen Ländern Aktionen angekündigt. Jurij Andrijew, Chef der Hilfsorganisation“Tschernobyl-Union”, weist auf ein Foto und sagt: “Sie sehen, der Reaktor war komplett offen. Ich wusste sofort, dass er sozusagen “ausatmet”, dass er also hochradioaktive Teilchen in die Atmosphäre entlässt. Und dass sich in Prypjat, nur zwei Kilometer entfernt, meine Kinder und meine Familie befanden.” Ein weiterer ehemaliger Liquidator erinnert sich: “Wir waren in der 30-Kilometer-Zone um den Reaktor. Es war heiß und in der Luft war eine große Menge Radioaktivität. Bagger haben Gras und Erde weggegraben und wir verlegten ein Stromkabel in der verseuchten Erde. Ich war bloß acht Tage dort.” Erst am Sonntag hatten rund 2000 ehemalige Tschernobyl-Liquidatoren in Kiew für mehr Staathilfen demonstriert. Sie forderten höhere finanzielle Entschädigungen und eine bessere medizinische Versorgung. Sowohl Russland als auch Weißrussland halten trotz der Desaster in Tschernobyl und Fukushima an der Atomkraft fest und wollen sie sogar noch weiter ausbauen.