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Feymann: Atomkraftausbau ist zynisch

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Feymann: Atomkraftausbau ist zynisch

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Mehrere zehntausend Menschen haben am Ostermontag weltweit gegen die Atomkraft demonstriert. Anlass war der 25. Jahrestag des Super-Gaus in Tschernobyl. Zehntausende fanden sich auf den Rhein-Brücken ein um zu zeigen, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. Vor 25 Jahren hatten die französischen Behörden erklärt auf ihrer Seite der Grenze gebe es keine Radioaktivität, erinnert sich der Demonstrant.

An zwölf deutschen Atomstandorten forderten mehr als 100.000 Demonstraten die sofortige Stilllegung der Atom-Anlagen. In ihren Osterpredigten begrüßten mehrere deutsche Bischöfe einen Ausstieg aus der Kernenergie.

Bei einer Kundgebung auf dem Wiener Stephansplatz verurteilte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann den weiteren Ausbau der Atomenergie. Angesichts der Atomkatastrophe in Fukushima sei es “zynisch”, von der Atomkraft als beherrschbarer Technologie zu sprechen.

In Tokio fanden sich rund 5000 Menschen zu einer Protestkundegebung vor der Zentrale des Betreibers des havarierten Kernkraftwerks Fukushima 1 ein. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der der sofortige Ausstieg Japans aus der Atomenergie gefordert wird.