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Flüchtlingskrise Thema bei Gipfeltreffen in Rom

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Flüchtlingskrise Thema bei Gipfeltreffen in Rom

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Die Flüchtlingskrise steht im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi an diesem Dienstag in Rom. Medienberichten zufolge haben beide Länder bereits ein Dokument vorbereitet, in dem neue Schengen-Regeln vorgesehen sind.

Kern des Schengen-Abkommens ist ein Europa ohne Grenzkontrollen. Derzeit gehören 25 Staaten dem Schengener Raum an, rund 400 Millionen Menschen genießen Reisefreiheit ohne Passkontrollen.

Seit Wochen streiten Rom und Paris über das Schicksal von rund 23 000 Flüchtlingen, die aus Tunesien nach Italien kamen. Ausgestattet mit einem vorläufigen Sondervisum versuchen derzeit tausende Migranten von dem italienischen Grenzort Ventimiglia auf die französische Seite in Menton zu kommen. Vor rund einer Woche hatten die französischen Behörden Züge mit Flüchtlingen an der Grenze gestoppt und Kontrollen durchgeführt. Mehrere hundert Aktivisten demonstrierten dagegen.

Nach Auffassung der Regierung in Paris dürfen die Flüchtlinge jedoch nicht ohne weiteres nach Frankreich einreisen und sich dort niederlassen.

Viele Tunesier haben Angehörige in Frankreich. Die meisten Flüchtlinge erreichen die EU über die italienische Insel Lampedusa, rund 150 Kilometer vor der tunesischen Küste. Immer wieder kentern überfüllte Flüchtlingsboote und Menschen ertrinken.