Eilmeldung

Eilmeldung

Jemen: Brüchige Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens

Sie lesen gerade:

Jemen: Brüchige Hoffnung auf ein Ende des Blutvergießens

Schriftgrösse Aa Aa

Bei neuen Protesten im Jemen sind mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas aber auch scharfe Munition gegen die Demonstranten ein. Die Menschen forderten erneut den Rücktritt von Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih. In Ibb und Al-Bayda wurde laut Medienberichte jeweils ein Mensch bei den Protesten von der Polizei erschossen. Regimegegner sagten, die Regierung setze Polizisten in Zivilkleidung ein, die dann auf die Demonstranten feuerten. Bei den seit Monaten andauernden Protesten gegen die Regierung Salihs sind bislang rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Derweil sorgt der Staatspräsident mit mehrdeutigen Aussagen für Unklarheit. Zunächst säte er Hoffnung als er mitteilen ließ, er akzeptiere einen Kompromissvorschlag des Golfkooperationsrates, der vorsah, dass der Präsident innert 30 Tagen zurücktreten müsse. Dann aber machte Salih deutlich, dass er nur nach einer Wahl sein Amt räumen werde. Die Opposition kündigte ihrerseits an, den Kompromissvorschlag des Kooperationsrates zu akzeptieren und einer Übergangsregierung beitreten zu wollen.