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Panzer gegen syrische Zivilisten

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Panzer gegen syrische Zivilisten

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Mit Panzern ist die syrische Armee offenbar in die syrische Stadt Daraa eingerückt. Regimekritiker haben mehr als 3000 Soldaten gezählt, mindestens 20 Menschen seien getötet worden.

Daraa ist eines der Zentren des Aufstandes gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad.

Die Staatsmacht versucht seit Wochen mit massiver Gewalt und Festnahmen die Massenproteste zu beenden. Die Führung stellt die Demonstrationen als Angriff krimineller Banden auf die Sicherheitskräfte dar und greift hart durch.

Die Protestbewegung berichtete auf ihrer Facebook-Seite außerdem von Razzien in der Stadt Duma bei Damaskus.

In Jabla an der Küste sind nach Angaben einer Menschenrechts-Organisation am Sonntag 13 Menschen gestorben. Dort sollen Angehörige der Sicherheitskräfte in zahlreiche Häuser eingedrungen sein.

Die von den Revolutionen in anderen arabischen Ländern inspirierte Protestbewegung hatte vor sechs Wochen mit Demonstrationen für demokratische Reformen begonnen – die zum Teil auch angekündigt wurden.

Seit dem Tod mehrerer Demonstranten wird vor allem der “Sturz des Regimes” gefordert.

Wieviele Zivilisten inzwischen in Syrien gestorben sind, ist nicht bekannt. Menschenrechtler gehen von mehr als 400 Toten aus.

Präsident Assad war nach dem Tod seines Vaters Hafis al-Assad im Jahr 2000 an die Macht gekommen. Er ist 46 Jahre alt – mindestens zwei Jahrzehnte jünger als die gestürzten oder umstrittenen Kollegen Ben Ali, Mubarak, Salih oder Gaddafi.