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Syrische Militärs laden durch

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Syrische Militärs laden durch

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In Syrien sind jetzt die Hardliner am Zug: Soldaten nahmen die Stadt Daraa mit Panzern ein.

Nach Angaben von Regimekritikern wurden mindestens 20 Menschen getötet. Die Grenze zu Jordanien wurde dicht gemacht – hieß es von jordanischer Seite.

Nach anfänglichen Konzessionen stellt Syriens Führung die Massenproteste als Angriff krimineller Banden auf die Sicherheitskräfte dar und greift hart durch.

Präsident Baschar al-Assad hatte am Donnerstag den seit 48 Jahren geltenden Ausnahmezustand aufgehoben.

In der südsyrischen Stadt Daraa hatte vor fünf Wochen die Protestbewegung begonnen, nachdem dort Jugendliche verhaftet worden waren, die regierungsfeindliche Graffiti an eine Wand gemalt hatten – in diesen Tagen trauten sich dort Bewohner nicht mehr auf die Straße, um Erschossene zu bergen – berichten Augenzeugen. Auf den Dächern lauerten Scharfschützen.

Ein ähnlich massives Vorgehen der Sicherheitskräfte wurde aus zwei weiteren Städten gemeldet: Aus Duma bei Damaskus und der Küstenstadt Dschableh.

Wieviele Zivilisten inzwischen in Syrien gestorben sind, ist nicht bekannt. Menschenrechtler gehen von mehr als 400 Toten aus.

Menschenrechtsorganisationen berichten zudem über willkürliche Festnahmen und Folter in Polizeigewahrsam.