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Wikileaks enthüllt Militärdokumente zu Guantánamo

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Wikileaks enthüllt Militärdokumente zu Guantánamo

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Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Dokumente des US-Militärs über das Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba veröffentlicht. Diese bestätigen nun, dass das Miltär der Vereinigten Staaten über die tagtäglichen Menschenrechtsverletzungen dort Bescheid weiß. Die Dokumente schickte Wikileaks auch an mehrere Zeitungen, etwa die New York Times oder die spanische Tageszeitung El Pais. In den Dokumenten ist demnach von über 700 Gefangenen die Rede. Viele von ihnen seien teils mehrere Jahre gefangen gehalten worden, obwohl selbst das US-Militär sie als ungefährlich eingestuft hatte. Zudem seien viele der angeblichen Terrorverdächtigen in dem Camp geisteskrank, altersschwach oder eben völlig unschuldig. Die New York Times berichtet etwa vom Falle eines Afghanen, der auf der Suche nach seinem Sohn in die Fänge der US-Armee geriet und nach Guantánamo verschleppt wurde. Derzeit sind noch 172 Menschen in dem umstrittenen Lager eingesperrt. US-Präsident Barack Obama wollte es eigentlich schließen, bislang konnte er das Versprechen aber nicht einlösen.